Klein aber oho – das trifft wohl auf kaum etwas anderes mehr zu als auf Modellautos. Die Miniaturautomobile sind verkleinerte Nachbildungen von den echten, den großen Autos. Was einst die Funktion eines Spielzeugs hatte, ist heute ein wertvolles Sammelobjekt – vor allem für Erwachsene. Sammeln gehört bei der Menschheit generell zu den liebsten Hobbys. Viele führen das auf den angeborenen Jagd- und Sammeltrieb des Menschen zurück. Fakt ist, etwas zu Sammeln begeistert sowohl Jung als auch Alt. Modellautos gibt es seit über hundert Jahren und lässt seit je her vor allem Männerherzen höher schlagen. Die meisten Sammler von Modellautos sind statistisch gesehen Männer. Aber auch Frauen, Kinder und ältere Menschen können sich für die Modellautos begeistern. Und der Sammlermarkt boomt. Jedes Jahr erscheinen mehrere Tausend neue Modellautos auf dem Markt und diese wiederum in verschiedenen Ausführungen. Die Anzahl der Sammler von Modellautos ist unbekannt und kann wohl auch nie so ganz genau festgelegt werden, da täglich neue dazu kommen. Das Sammeln von Modellautos wird außerdem gern in Verbindung mit dem Modellbau betrieben. Viele Modellautos sind als Bausätze erhältlich, so dass man die Leidenschaft des Sammelns mit dem Interesse am Basteln verbinden kann. In dem folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über die Geschichte der Modellautos, die verschiedenen Arten und viele weitere nützliche Informationen, die sowohl für erfahrene Sammler und Kenner sowie für Anfänger auf dem Gebiet interessant sein werden.

Vom Blechspielzeug zum begehrten Sammelobjekt – die Geschichte des Modellautos




Bereits kurz nachdem der Ingenieur und Automobilpionier Carl Benz im Jahr 1885 den allerersten funktionstüchtigen Motorwagen erfand, tauchten auch die ersten Modellautos auf dem Markt auf. Die ersten Produzenten in Deutschland waren Märklin, Carette und Bing nach 1900. Diese Modellautos waren zuerst aus Blech und ursprünglich als Spielzeug für Kinder gedacht. Aufgrund des noch hohen Preises zu dieser Zeit waren die Modellautos eher das passende Spielzeug für Kinder von wohlhabenden Eltern. Die Blechautos waren in recht großen Maßstäben gehalten, was das Spielen vereinfachen sollte. Auch nach dem Ersten Weltkrieg gab es recht große Blechautos, die aber schon etwas mehr Funktionen hatten. Für die Kinder wurden auch Autos in kleineren Maßstäben gebaut. Diese waren meist aus Zinkdruckguss oder Bleiguss und bezahlbarer als die großen Modellautos. Mit diesen Modellautos waren die späteren Dicast-Modelle geboren. Die Dicast-Modelle wurden ab den 1930er Jahren mehrfach gebaut. Auch Autohersteller nutzten diese Modellautos für ihre Werbemodelle. 1934 startete der Hersteller Dinky als erste Firma mit Modellautos im Maßstab 1:43, der bis dato nur für die Modelleisenbahnen üblich war. Infolgedessen nahmen auch andere Hersteller diesen Maßstab als Grundlage für ihre Modellautos. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion der Miniautos eingestellt und erst danach wieder mit Vorkriegsmodellen als Vorlage aufgenommen. 1948 startete Matchbox seine Erfolgsgeschichte auf dem Markt der Modellautos. Noch heute gilt das Firmenlabel als Gattungsbegriff für die kleinen Spielzeugautos. In den 1950er Jahren waren noch immer Blechautos auf der Pole Position der Modellautoproduktion. Zu den wichtigsten Herstellungsländern zu dieser Zeit gehörten Deutschland und Japan. Bekannte und beliebte Hersteller Deutschlands waren unter anderem Schuco und Gama. Ab den 1960er Jahren verschwand das Blech langsam aber sicher aus den Produktionsstätten der Modellautos. Das lag zum einen an den hohen Produktionskosten und zum anderen an der immer weiter sinkenden Nachfrage nach Blechautos. Der Übergang von Blech zu Plastik begann schleichend. Ebenfalls in den 1960er Jahren wurden die Modellautos detaillierter und näher am Original gebaut. Besonders Hersteller aus England, Frankreich, Deutschland und Italien gaben sich nun mehr Mühe bei der detaillierten Gestaltung der Modellautos. Die Rolle der Modellautos als Spielzeug verschwand immer mehr von der Bildfläche. Interessanter wurden die kleinen Autos nun eher für Erwachsene und die ersten Sammler. In den 1970er Jahren gab es zwar noch Autos mit Spielwert, aber die Produktion ging langsam zurück. Der Trend ging eher zu größeren DiCast-Modellen, die originalgetreu gestaltet waren. Die erwachsenen Kunden verlangten schwere, große und hochwertige Modellautos. Die Firmen reagierten und entwickelten mehr preiswerte Metallmodelle, die detailliert gestaltet waaren und mehr dem Dekorationszweck dienten als dem Spielen. Das Problem war nur, dass es nun, wo die Kinder als Hauptinteressenten wegfielen, kaum noch Ladengeschäfte diese Modellautos führten. Das heißt, die Nachfrage stieg zwar stetig, aber die Verteilung vor Ort war sehr schlecht. Ab den 1980er Jahren entwickelten sich die ersten Direktversender, Fachgeschäfte und Spezialversender für die Modellautos. Die erste Versandliste für eine besser Übersicht über das aktuelle Angebot kam von den Gebrüdern Lang (Firma Danhausen) aus Aachen, die später die berühmten Danhausen-Kataloge herausgab. Die Brüder waren es übrigens auch, die die ersten Modellauto-Tauschbörsen veranstalteten. Die erste dieser Börsen fand 1972 statt. Andere Firmen folgten dem Beispiel und gaben ebenfalls Kataloge heraus, veranstalteten Tauschbörsen und führten einen erfolgreichen Versandhandel mit Modellautos. Sowohl die Kataloge als auch die Tauschbörsen machten das Sammeln wesentlich einfacher. Durch sie hatte man nun die Gelegenheit, in aller Ruhe zu stöbern, sich zu informieren, nach Ausstattung, Qualität und Varianten zu sehen und Preise zu vergleichen. Das Angebot an Sammlermodellen wuchs nun stetig an. Auch Spielwarenläden bemerkten, dass die Nachfrage immer größer wurde und boten nun auch wieder einige Modellautos in ihren Geschäften an. Wie man sieht, faszinieren die kleinen Modellautos bereits seit mehr als 120 Jahren Jung und Alt und die Sammelleidenschaft hat schon früh begonnen und sich bis heute ins Unermessliche gesteigert.

Warum sind Modellautos so begehrte Sammelobjekte und wer sind die Sammler eigentlich?

Gründe, etwas zu sammeln gibt es viele. Meistens sind diese abhängig von demjenigen, der sammelt. Oft ist es einfach Interesse an einer gewissen Sache, manchmal sind es andere Hintergründe. Der Mensch unterliegt wie gesagt seit seiner Entstehung dem Sammeltrieb. Früher fungierte der Mensch als Jäger und Sammler und diesen Drang hat er noch heute tief in sich verankert, könnte man meinen. Zumindest würde das erst einmal grundlegend die Sammelleidenschaft der Menschheit erklären. Aber die Gründe sind vielfältiger. Oftmals ist es auch der Wunsch, etwas zu besitzen, was andere auch gern hätten, der einen Menschen zum Sammeln antreibt. Dieser Wunsch entwickelt sich schon in der Kindheit und bleibt auch im Erwachsenenalter. Bei Modellautos spielt dieser Trieb, etwas zu besitzen eine besonders große Rolle. Gerade, wenn man sich das vermeidliche Traumauto definitiv nicht leisten kann, ist es doch ein schöner Trost, das Objekt der Begierde wenigstens in Kleinformat zu haben. Aus solch einer Alternative kann ganz schnell eine Sammelleidenschaft werden. Viele möchten auch das Auto, welches sie selbst einmal gefahren haben, noch einmal in der kleineren Ausgabe – einfach als Erinnerung. Dass besonders erwachsene Menschen Modellautos sammeln, kann auch damit zusammenhängen, dass sie mit den kleinen Autos Kindheits- und Jugenderinnerungen verbinden, von denen sie sich nicht vollständig trennen wollen. Als Kind hatte man vielleicht ein Lieblingsauto zum Spielen, welches man im Erwachsenenalter nun auch haben möchte. Sicher wirkt das etwas nostalgisch, aber ist es nicht auch schön, auch im höheren Alter noch das Kind in sich zu verstecken? Manche Menschen sehen auch einfach eine großer Herausforderung darin, besonders seltene Exemplare oder besondere Stücke in ihrer Sammlung zu haben.

Mehrere Hundertausende Deutsche sammeln heute noch Modellautos. Die Gründe dafür sind bei jedem einzelnen davon verschieden. Genauso verschieden, wie die Sammeltypen. Einen typischen Sammler im weitesten Sinne gibt es nicht. Unter den Sammlern von Modellautos sind wirklich alle möglichen Menschengruppen vertreten und jedes Alter dabei.

Aber unabhängig von Alter und Geschlecht der Sammler, gibt es verschiedene Sammlertypen. Was vielleicht mit einer allgemeinen Sammlung von Modellautos beginnt, wird irgendwann spezieller. Viele Sammler entschließen sich früher oder später, sich auf bestimmte Modellautos zu spezialisieren und zu konzentrieren. Der Markt für Modellautos ist für Sammler mittlerweile einfach viel zu groß und die Übersicht fällt immer schwerer. Aufgrund verschiedener Vorlieben oder aus anderen Gründen heraus, beschließen daher die meisten Sammler, ihre Sammlung auf gewisse Arten zu spezialisieren. Die verschiedenen Sammlertypen werden Ihnen hier genauer vorgestellt.

Das Sammeln einer bestimmten Automarke

Die meisten der Sammler von Modellautos beschränkt sich auf Modellautos von bestimmten Automarken. Das sind meistens Traumautos, das eigene oder auch das vielleicht erste Auto, welches man selbst gefahren ist. Viele sammeln daher nur Autos der Marke Mercedes oder Ferrari, auch Trabbi-Sammler gibt es viele. Dabei geht es nicht um eine bestimmte Größe. Maßstäbe, Materialien, Farben und andere Merkmale der Modellautos spielen fast gar keine Rolle. Im Vordergrund steht allein die Marke.

Das Sammeln von Modellautos bestimmter Hersteller

Ähnlich wie beim Sammlertyp der Marken, geht es auch den Sammlern von Modellautos bestimmter Hersteller. Das beginnt oft mit ein oder zwei Autos, die zufällig vom selben Hersteller sind und endet dann darin, dass man alle Modellautos dieses einen Herstellers haben möchte. In Deutschland kommen die meisten Modellautos in Sammlungen von dem Hersteller Wiking. Aber auch seltene Exemplare von Herstellern, die aktuell vielleicht nicht mehr produzieren, können das Objekt der Begierde darstellen.

Das Sammeln von Modellautos nach Autotypen

Viele Sammler konzentrieren sich bei ihrer „Jagd“ auch nur auf bestimmte Autotypen, das heißt zum Beispiel auf Oldtimer, Formel-1-Autos, Lastwagen, Busse oder Hot Rods. Zu diesem Sammlertyp gehören auch Menschen, die Modellautos sammeln, die aus einem bestimmten Material hergestellt sind. So gibt es Sammlungen an Modellautos, die zum Beispiel nur aus Glas oder Metall hergestellt sind. Auch hier spielt die Einheit und der optische Eindruck eine große Rolle.

Das Sammeln von Modellautos in einem bestimmten Maßstab

Auf die Maßstab-Vielfältigkeit unter den Modellautos gehen wir noch etwas genauer ein. Viele Sammler beschränken sich bei ihrer Auswahl auf einen Maßstab. So passen alle Modellautos zusammen und ergeben ein einheitliches Bild. Entscheidend hierbei ist nicht nur die Vorliebe und das, was man schön findet, sondern oft auch der für die Sammlung vorhandene Platz. In der Regel erkennt man Details bei größeren Maßstäben immer etwas besser, als bei den kleinen Modellautos.




Vielfalt auf vier Rädern – die verschiedene Arten von Modellautos

Egal, zu welchem Sammlertyp man sich entwickelt, auch die Arten der Modellautos spielen eine große Rolle. Wir möchten hier zwischen drei großen Gruppierungen unterscheiden. Zum einen gibt es die Standmodelle und zum anderen die Funktionsmodelle und Wettbewerbsmodelle. Vor allem die Nutzung und die Funktion der Modellautos unterscheiden sich hier. Generell ist das Spektrum an Modellautoarten riesig und bietet sehr viel Raum für Sammler.

Standmodelle

Wie der Name schon sagt, sind diese Modellautos dafür da, dekorativ in der Vitrine oder im Schrank zu stehen. Diese Modellautos sind in der Regel sehr detailreich gestaltet. So finden Sammler daran zum Beispiel filigran gestaltete Scheibenwischer, Seitenspiegel und andere Kleinigkeiten. Diese Details führen auch dazu, dass das Modellauto authentisch aussieht. Generell sind Standmodelle meistens so genau wie möglich an die Originale angepasst. Die Standmodelle sind meistens nicht zum Selbstbauen, sondern werden schon als fertige Modellautos verkauft. Diese Art von Modellautos sind meist aus Metall. Nur die Anbauteile sind oft aus Kunststoff. Weltweit gibt es mehr als 100 Hersteller, die Standmodelle produzieren. Der klassische Maßstab für Standmodelle ist 1:18. Diese Exemplare sind etwas größer, machen aber auch mehr Details möglich. Besonders in Europa und Nordamerika werden diese Maßstäbe gern gesammelt. Zu den Herstellern solcher 1:18 Miniatur-Standmodelle gehören unter anderem Minichamps, Ricko, Hot Wheels, Revell und Kyosho. Besonders beliebt in Amerika ist der Maßstab 1:24, wo Modellautos in dieser Größe auch überwiegend gesammelt und verkauft werden. Zu den führenden Herstellern dieser Maßstabs-Autos gehören Tamiya und Revell. Die wohl größte Auswahl an Modellautos bietet der Maßstab 1:43. Auch die Sammlergemeinde für diesen Maßstab ist die größte. Der Maßstab 1:43 gilt als internationaler Sammlermaßstab und wird so gut wie überall auf der Welt hergestellt. Dieser Maßstab ermöglicht auch noch eine sehr gute Detailgenauigkeit. Zum Maßstab 1:64 gehören unter anderem die weltbekannten Matchboxautos, die besonders bei Kindern sehr beliebt sind. Diese Maßstäbe lassen nicht viel Spielraum für Details, sind aber zum Spielen sehr gut geeignet. Zu den führenden Herstellern gehören unter anderem Matchbox, Majorette und Hot Wheels. Automobilhersteller nutzen für die Werbemodelle ihrer Autos in Miniaturformat den Maßstab 1:87. Die Detaillierung ist relativ einfach gehalten. Zu den Herstellern, die Modellautos dieses Maßstabs produzieren, gehören zum Beispiel Busch, Herpa, Rietze, Wiking, Schuco und Brekina.

Funktionsmodelle

Ähnlich wie die Standmodelle sind auch die Funktionsmodelle detailreich und originalgetreu gehalten. Sie haben nur den Unterschied, dass sie eine Funktion erfüllen. Funktionsmodelle sind in der Regel zum Fahren und Spielen da. Sie laufen mit Fernsteuerung und sind ideal für eine Rennbahn oder das Fahren draußen. Meistens gibt es die Funktionsmodelle als Bausatz. In Fachkreisen werden diese ferngesteuerten Autos auch RC-Cars, Radio-Controlled-Cars, genannt. Funktionsmodelle gibt es in allen möglichen Maßstäben und Klassen. Beliebt sind diese Modellautos vor allem als Geländewagen, LKWs, Buggys und Monster Trucks. Zu bekannten Herstellern von Funktionsmodellen gehören Ninco, Fly, Scalextric, SCX sowie Carrera. Für Einsteiger und Neulinge gibt es die Funktionsmodelle schon mit einer einfachen Bedienung. Für Profis eignen sich die folgenden Modellautos, die Wettbewerbsmodelle.

Ferngesteuerte Autos sind etwas wirklich besonderes – sie sind sowohl für Erwachsene eine tolle Abwechslung, als auch für Kinder absolut spannend. Sammler dieser Autos können also auch ihre Kinder in die Leidenschaft integrieren und gemeinsam an der Sammlung arbeiten. Die Modellautos mit Verbrennungsmotor können sehr gut beschleunigen und der Motor ist einfach stark. Das Fahren mit diesen RC Modellautos macht wirklich großen Spaß. In der Regel können die Modellautos auch sehr schnell fahren. Meistens gibt es die Modellautos als Bausatz. So kann man auch seinem Interesse an Technik und der Leidenschaft fürs Basteln nachgehen. Neben dem Aufbau des Modellautos gehören auch regelmäßige Wartungsarbeiten und das Reinigen des Modellautos dazu, wenn man diese Autos sammelt und pflegen möchte. Die Häufigkeit von Reinigung, Reparatur und Wartung hängt davon ab, wie oft das Auto genutzt wird und wie lange es in Betrieb ist. Da es zahlreiche Ausführungen gibt und die RC Autos immer beliebter werden, lohnt sich eine Sammlung auch garantiert. Zum Beispiel sind die kleinen Flitzer als Toy-Grade, für Kinder, als Hobby-Grade für häufiges Nutzen und hochwertigere Konstruktion sowie als ferngesteuertes Auto mit Benzinmotor erhältlich. Vor dem Kauf eines RC Modellautos sollten Sie auch darauf achten, für welche Anforderungen und Altersklassen das Modellauto geeignet ist. Nicht, dass Sie aus Versehen zu einem Modellauto für Kinder greifen. Das wird Ihnen zwar auch Freude machen, aber sicher nicht lange für Spaß sorgen. Übrigens: Die RC Modellautos, die mit einem Elektromotor betrieben werden, sind super für Anfänger und auch Kinder. Diese Varianten sind auch günstiger in der Anschaffung und im Unterhalt. Die Modellautos mit Verbrennungsmotor sind genau das richtige für Technikfans und begeisterte Bastler. Allerdings sind diese Modellautos nicht nur teurer, sondern auch in der Instandhaltung aufwendiger und anspruchsvoller.

Wettbewerbsmodelle

Diese speziell hergestellten Modellautos sind etwas größer und nur für den Wettbewerb konzipiert. Sie werden durch einen Verbrennungs- oder Elektromotor angetrieben und können in verschiedenen Wettkampfklassen fahren. Bei den Wettbewerbsmodellen geht es nicht um Detailreichtum und die Nähe zu Originalen, sondern allein um den Wettbewerbscharakter. Diese Art von Modellautos werden auch Speech Modellautos genannt. Viele sind nicht ferngesteuert, werden an Stahldrähten in der Rennbahn gehalten und können Geschwindigkeiten bis 340km/h erreichen.

Spezielle, veredelte Modellautomobile

Auch diese Art gehört zu den Modellautos. Im Verhältnis zur langen Geschichte der Modellautos, ist diese Art noch relativ neu. Dabei geht es allein um das „Aufmotzen“ und Tunen von Modellautos. Meistens werden Modellautos mit dem Maßstab 1:18 genutzt. Diese ermöglichen mehr Spielraum und mehr Details. Das Tuning von Modellautos ist ein beliebtes Hobby unter Sammlern, da man viele Möglichkeiten hat, das Auto zu verändern und zu einmaligen Unikaten zu machen. Hierfür werden oftmals fertige Modellautos aus Metall genutzt. Diese werden dann, wie beim Tuning an den richtigen Autos auch, auseinandergebaut und die Einzelteile umgebaut oder verschönert. Modifikationen finden dabei meistens an den Felgen, an der Lackierung, dem Innenraum oder der Karosserie statt. Mittlerweile bieten auch verschiedene Online-Fachhändler richtige Tuningteile für das Hobby an.




Jeder Anfang ist schwer – Modellautos sammeln für Anfänger

Jeden Tag springen neue Interessenten auf den Sammlerzug von Modellautos auf. Dabei ist der Anfang gar nicht so leicht gemacht. Für Anfänger eignet sich ein Modellauto von dem ersten eigenen Auto, welches man selbst gefahren ist. Oder wie wäre es mit dem Traumauto, was man in groß gern einmal fahren würde? Ein Anfang muss gemacht werden, die Spezialisierung kommt danach. Für erfahrene Sammler sind die Maßstäbe 1:87, 1:43 und 1:18 die beliebtesten. Der Maßstab 1:87 ist der kleinste existierende Maßstab für Modellautos. Autos mit diesem Maßstab sind ungefähr vier bis fünf Zentimeter groß, aber wenig detailliert gestaltet, weil die Fläche viel zu klein ist. Autos mit dem Maßstab 1:43 messen ungefähr acht bis neun Zentimeter. Die Größe ist sehr schön und hat etwas Platz für Details. Der größte Maßstab ist der 1:18, wobei die Autos zwischen 20 und 30 Zentimeter groß sind. Diese Autos sind detailliert gestaltet, originalgetreu und bieten meist noch ein paar Features, wie zum Beispiel das mögliche Öffnen der Türen.
Als Anfänger auf dem Gebiet sollten Sie mit DiCast-Modellen beginnen. Die Großserien-Modellautos aus Zinkdruckguss bestehen in der Regel aus Zink, Magnesium und Aluminium. Die Modelle sind zwar kostspielig, aber dafür sehr schön anzusehen und hoch qualitativ. Etwas erfahrenere Sammler suchen auch gern nach Kleinserienmodellen. Diese sind nur für Sammler gedacht und wurden einmal in kleiner Auflage hergestellt. Das heißt, es gibt nur ein paar Modellautos, was das Sammlerherz definitiv höher schlagen lässt. Die Kleinserienmodelle sind von Hand gefertigt und bestehen in der Regel aus Weißmetall oder Resin, was sie sehr edel aussehen lässt. Sie sind meistens im Maßstab 1:43 gebaut und sind ganz sicher ein Blickfang in jeder Sammler-Vitrine.

Wer sich jetzt fragt, was der Sammel-Spaß kostet, muss sich mit einer ungenügenden Antwort begnügen. Denn bei Modellautos ist der Preis nicht unbedingt ein Zeichen für gute Qualität. Selbst hochwertige Modellautos können ein paar Euro, aber auch mehrere hundert Euro kosten. Die Auswahl sollte je nach Anspruch, Vorlieben und Vorstellungen erfolgen, ohne dabei den Preis aus den Augen zu verlieren. Am besten informieren sich Neulinge auf dem Gebiet zuvor im Internet oder direkt beim Fachhändler über die gängigen Preise und Möglichkeiten.

Viele Anfänger legen Wert darauf, nach Modellautos zu schauen, die nach originalen Autos gebaut wurden. Viele Autofirmen arbeiten aus diesem Grunde mit den Automodellbauern zusammen. Der Modellbauer erhält vom Autohersteller dann einen Plan über die originale Konstruktion und dieser wird dann auf die Miniaturausgabe angepasst. Ob das ausgesuchte Modellauto von dem Autohersteller lizensiert ist, sieht man auf der Verpackung. Dort müsste sich im besten Fall ein Lizenzaufkleber befinden.

Generell stellt sich die Frage, woran man gerade als Neuling ein gutes, qualitatives Modellauto erkennen kann. Das ist generell recht einfach. Denn selbst Laien können an der Verarbeitung des Modellautos sehen, ob Qualität vorhanden ist oder eher nicht. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob die Bauteile alle ordentlich befestigt wurden, ob die Lackierung fehlerfrei und überall verteilt ist und dass die Spalten zwischen den einzelnen Bauteilen nicht deutlich spürbar sind. Auch Kratzer oder Materialfehler sind keine guten Zeichen für gute Qualität. Das genaue Begutachten des ausgesuchten Modellautos ist nur beim Fachhandel wirklich möglich. Dort ist auch die Beratung am effektivsten und gerade Neulinge können sich dort hilfreiche Tipps und Ratschläge holen.

Sie haben sich für Modellautos entschieden und das Sammeln läuft gut? Dann achten Sie auch zukünftig um eine gute Pflege und Aufbewahrung. Am geeignetsten für diese Sammlung ist eine Vitrine, am besten aus Glas, damit man die Objekte auch gut sehen kann. Die Vitrine präsentiert einerseits die Sammlerstücke und schützt andererseits vor Staub und Schmutz. Gegebenenfalls können die Modellautos aber auch vorsichtig und regelmäßig mit einem Pinsel abgestaubt werden. Achten Sie darauf, dass die Modellautos keiner direkten Sonne ausgesetzt sind. Die Hitze und das Licht können die Farben ausbleichen und die Kunststoffteile verformen. Wenn Sie nicht möchten, dass jeder nach Ihren Sammlerstücken greifen kann, verschließen Sie die Vitrine am besten. Was Anfänger auf dem Sammelgebiet der Modellautos oft nicht wissen: Heben Sie unbedingt die Verpackungen auf! Nur mit der passenden Verpackung behalten die Modellautos ihren Wert und sind vollständig.

Ihre Sammlung wächst und nun trauen Sie sich doch auch an neue Sammlerstücke? Für das Suchen nach geeigneten Modellautos gibt es bekannte Kataloge, die durchsucht werden können. Besonders Unternehmen, die sich allein auf den Verkauf von Modellautos spezialisiert haben, bieten solche Kataloge oft an. Wenn Sie nach älteren Modellautos suchen, ist die Suche schon etwas schwieriger. Hierfür eignen sich Kleinanzeigen, die man gezielt schaltet oder nach Angeboten durchsucht. Ebenfalls eine wahre Fundgrube für seltene oder ältere Modellautos sind Trödel- und Flohmärkte. Immer noch beliebt sind auch Tauschtreffen oder Sammelbörsen, bei denen man auf Gleichgesinnte trifft und sich auch nebenbei noch austauschen kann. Im Internet finden Sie passende Anlaufstellen und Gruppen, die solche Treffen veranstalten. Dort kann man übrigens auch prima Preise vergleichen und hat eine sehr gute Übersicht über das Angebot. Im Fachhandel können Sie zusätzlich nach den gesuchten Modellautos schauen. Sind die Modellautos nicht vorrätig, können die Fachhändler effektiv recherchieren und gegebenenfalls auch das Wunschmodell bestellen.

Auf den Tausch- und Sammelbörsen können Sie einerseits selbst nach älteren oder seltenen Modellautos schauen, andererseits auch Ihre Modellautos zum Tausch oder Verkauf anbieten. Wenn Sie gebrauchte Modellautos kaufen, egal ob im Internet, beim Fachhandel oder bei der Tauschbörse und auf dem Flohmarkt, achten Sie unbedingt auf die Angaben der einheitlichen Bewertungsskala:

  • Mint/Boxed (MB): ladenneuer Zustand, keinerlei Schäden, Originalverpackung
  • Mint (M): sehr guter Zustand keinerlei Schäden, Originalverpackung fehlt
  • Near Mint (NM): guter Zustand, leichte Gebrauchsspuren, alle Teile vorhanden
  • Slightly Chipped (SC): mittelmäßiger Zustand, auffällige Gebrauchsspuren und Schäden, alle Teile vorhanden
  • Almost Trash (AT): schlechter Zustand, Teile fehlen komplett

Je nach Zustand der Ware kann der Preis verlangt werden. Mint/Boxed Ware kann für den Originalpreis verkauft werden, während Slightly Chipped Ware nur zu 25 bis 40 Prozent des Preises wert ist. Bei Almost Trash Ware geht es meistens darum, dass das Modellauto nur als Ersatzteillieferant verkauft werden kann. Ersatzteile finden Sie übrigens auch direkt beim Hersteller oder beim Importeur.

Egal, ob man Anfänger ist oder passionierter Sammler, das Sammeln von Modellautos wird nie langweilig. Dafür sorgen immer wieder neu auf dem Markt erscheinende Modellautos. Für welche Art von Modellautos man sich entscheidet, hängt davon ab, wofür man es nutzen möchte. Sollen die Modellautos nur zum Spaß an der Freude aus dekorativen Zwecken die heimische Vitrine schmücken? Oder möchten Sie auch noch etwas mehr? Wenn Sie die Modellautos auch nutzen wollen, sie fahren möchten, eignen sich die Funktions- oder Wettbewerbsautos hervorragend für Ihre Zwecke. Die meisten Sammler beschränken sich jedoch auf die Standmodelle. Diese sorgen einfach für ein riesiges Sammelvergnügen und man kann sie viel besser unterbringen und präsentieren. Zudem sind die Preise von Standmodellen wesentlich besser, als die für die Funktions- oder Wettbewerbsmodelle. Aber beim Sammeln kommt es nicht auf Regeln an, sondern darauf, Spaß zu haben und sich an seiner Sammlung zu erfreuen. Für Modellautos gibt es auch zahlreiche Literatur und Fachzeitschriften, Foren und Chats für Gleichgesinnte und ähnliche Plattformen, über die man sich über die Modellautos informieren und austauschen kann. Es gibt generell keine Grenzen, solange das Sammeln einen sinnvollen Zweck und viel Freude bringt.